Pension 2026: Warum bei vielen weniger Netto ankommt

Die Pensionen sind seit Jahresbeginn gestiegen, doch nicht alle profitieren gleich. Ein Erhöhungsdeckel und nur teilweise angepasste Steuerstufen führen bei vielen zu einem geringeren Netto als erwartet.
Veröffentlicht am 08.01.2026, 12:16 Uhr
Frau berechnet ihre Pension 2026
© Fotomontage: Rechner.at / Canva

Mit 1. Jänner sind die Pensionen um 2,7 Prozent erhöht worden. Gleichzeitig war von Beginn an klar: Ab einer bestimmten Höhe greift ein Deckel - und genau dieser macht sich nun im Vergleich bemerkbar.

Bis zu einer Bruttopension von 2.500 Euro erfolgte die Erhöhung prozentuell. Darüber hinaus gibt es statt der 2,7 Prozent einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Das bedeutet: Wer mehr als 2.500 Euro bezieht, erhält keine volle prozentuelle Anpassung, sondern relativ gesehen eine schwächere Erhöhung.

Auch steuerlich gab es keine vollständige Entlastung: Die Steuerstufen wurden nur zu zwei Dritteln an die Inflation angepasst - bezogen auf den maßgeblichen Betrachtungszeitraum Juli 2024 bis Juni 2025. Die Anpassung betrifft dabei grundsätzlich alle Tarifstufen, ausgenommen die oberste Stufe ab 1 Million Euro.

Ein Vergleich mit einem fiktiven Szenario - volle Pensionserhöhung ohne Deckel und vollständige Inflationsanpassung der Steuerstufen - zeigt, wie groß die Lücke im Netto ist:

Bei einer Bruttopension von 1.700 Euro liegt die reale Nettopension um rund 30 Euro pro Jahr unter diesem Vergleich. Bei einer Bruttopension zwischen 2.000 und 2.500 Euro beträgt der jährliche Verlust rund 70 Euro. Danach steigt die Differenz mit jeder weiteren Erhöhung deutlich an - bei 3.500 Euro brutto sind es bereits rund 300 Euro pro Jahr.
(Die Berechnung basiert auf einer eigenen Modellrechnung mit dem Pensionsrechner von rechner.at.)

Fazit: Die Pensionen sind zwar nominell gestiegen, doch für viele reicht das nicht für den vollen Werterhalt - die Kaufkraft wurde damit nicht durchgehend abgesichert.

Netto-Vergleich 2025/26

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