BMF Brutto-Netto-Rechner: Fehlerhafte Werte für Wien

Der BMF-Brutto-Netto-Rechner berücksichtigt den neuen Wiener Wohnbauförderungsbeitrag nicht. Das führt zu falschen Netto- und Steuerwerten für Wien.
Veröffentlicht am 12.01.2026, 08:30 Uhr | aktualisiert am 29.01.2026, 12:09 Uhr
Brutto-Netto-Rechner des Bundesministeriums für Finanzen
© Fotomontage: Rechner.at / bmf.gv.at / Canva

Kurz vor dem Jahreswechsel hat das Bundesministerium für Finanzen seinen Brutto-Netto-Rechner aktualisiert. Das Tool berücksichtigt zahlreiche steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Anpassungen, weist jedoch für Wien eine relevante Abweichung auf.

Der neu geregelte Wiener Wohnbauförderungsbeitrag wurde im Tool nicht berücksichtigt. Dadurch wird für Beschäftigte in Wien ein falscher Sozialversicherungsbeitrag angesetzt. Da dieser unmittelbar in die steuerliche Bemessungsgrundlage einfließt, führt der Fehler in weiterer Folge zu einer unzutreffenden Lohnsteuerberechnung und zu einem falsch ausgewiesenen Nettobetrag.

Für Beschäftigte in Wien, die korrekte Brutto-Netto-Werte ermitteln möchten, steht unter rechner.at/brutto-netto ein Brutto-Netto-Rechner zur Verfügung, der den angepassten Wiener Wohnbauförderungsbeitrag seit dessen Kundmachung im Wiener Landesgesetzblatt berücksichtigt.

Ergänzung vom 15.01.2026:
Das BMF weist in den aktuellen Hilfe- und Hinweistexten des Brutto-Netto-Rechners erstmals darauf hin, dass die Anhebung des Wohnbauförderungsbeitrags in Wien mit 1. Jänner 2026 derzeit nicht berücksichtigt wird.

Screenshot: bmf.gv.at/brutto-netto-rechner (Hilfe/Hinweise)

Ergänzung vom 29.01.2026:
An der Berechnung im Brutto-Netto-Rechner des BMF hat sich bislang nichts geändert; der Wiener Wohnbauförderungsbeitrag wird weiterhin nicht berücksichtigt. Der Brutto-Netto-Rechner auf rechner.at bildet die Berechnung für Wien korrekt ab.